Eine historische Marinestimme schweigt für immer

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Oberst a. D. Prof. DI Anton Skrivanek in die Ewigkeit eingerückt.

„Die Wellen werden Dir leicht“ – sollte es beim Begräbnis des kürzlich verstorbenen Obersten a. D. Prof. DI Anton Skrivanek im Wiener Zentralfriedhof heißen. Ein historisch hochbewanderter Offizier hat damit im 83. Lebensjahr den Schlusspunkt seines irdischen Daseins erreicht. Eine Vielzahl von Tätigkeiten in amtlichen und privaten Institutionen kennzeichneten den Lebensweg des unermüdlichen Philanthropen. Seine Zuneigung und Liebe galt jedoch dem Österreichischen Marineverband, dem er durch beinahe 18 Jahre verbunden war und auch als Präsident vorstand. Hier bildete er das Sprachrohr zur ehemaligen k.u.k. Kriegsmarine und war in diesen Belangen ein Gesprächspartner, dem auch die kleinsten Details des österreichischen Marinewesens nicht unbekannt geblieben sind. So ist auch seine Verbindung zum Österreichischen Schwarzen Kreuz-Kriegsgräberfürsorge zu verstehen, wobei hier der k.u.k. Marinefriedhof Pula und das Gedenken an die Seeschlacht von Lissa im Mittelpunkt seines Interesses gestanden hat.

Auch Skrivaneks musikalisches Können verdient Beachtung. Er spielte Geige und komponierte für das österreichische Jagdpanzerbataillon 1 in Wiener Neustadt den Marsch „Wiener Neustadt’s Kürassiere“, der gerne gespielt, großen Anklang gefunden hat.

Das ÖSK trauert um einen Weggefährten und Freund. 

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Oberst a. D. Prof. DI Anton Skrivanek