Die Erinnerung lebt über Grenzen und Zeiten hinweg

Created by Alexander Barthou, GS |

Fotodokumentation über das Kriegsende des Zweiten Weltkrieges und österr. ung. Soldatengräber aus dem Ersten Weltkrieg in Belarus (Weißrussland)

WIEN, 1. Juli 2020: Die belarussische Botschaft in Wien eröffnete im Wiener Befreiungsmuseum die Fotoausstellung zum Thema „Belarus vergisst nicht. – 75 Momente des Krieges“ als eindrucksvolle Darstellung zum Zweiten Weltkrieg. Die Gräuel und Schlachten auf dem Gebiet des ehemaligen Weißrusslands in den Jahren 1941-1944 standen hierbei im Mittelpunkt.
Zugleich erinnerte das Österreichische Schwarze Kreuz an sein 100-jähriges Gründungsjubiläum und dabei an die im Jahre 2014 im Heeresgeschichtlichen Museum durchgeführte Veranstaltung über den Beginn des Ersten Weltkrieges 1914, gemeinsam mit der Botschaft von Belarus, dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Über die Kriegsfolgen damals, mit Präsentation ihres Standardwerkes, referierten die Buchautoren und Wissenschaftler der Universität Minsk Dr. Anatolij Sarkov und Dr. Vjaceslaw Selemenev. Das Vorhandensein von etwa 150 Soldatenfriedhöfe mit weit über hunderttausend dort bestatteten österreichischen und deutschen Soldaten aus der Zeit 1914-1918 zeugen von der hohen Opferzahl in Belarus.

Bei der bis zum 9. Juli 2020 terminisierten Ausstellung in Wien stellten die diesjährigen Veranstalter den Zweiten Weltkrieg, den Alltag, die Partisanenbewegung und den Wiederaufbau ihres Landes in den Mittelpunkt. Die fotografische Grundlage lieferte der BelTA-Fotokorrespondent Wladimir Lupejko, der das Land und die Menschen in Belarus gekonnt zum Ausdruck brachte.
Das Resümee für beide Gedenkveranstaltungen 2014 und 2020 gipfelte in der Feststellung, dass die Erinnerung an die Gefallenen als Faktor für ein Leben in Frieden und Freiheit, und Stärkung des Bewusstseins zu dessen Erhaltung, einen wesentlichen Beitrag leisten muss.

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Der Chargé d´ Affaires der Botschaft von Belarus Andrei Lozovik bei der Eröffnung der Ausstellung