Wer kennt sie nicht, die freiwilligen Sammler, ob Soldaten, Feuerwehr, Jugend, Kameradschaftsbund und viele Freiwillige mehr, die vor Allerheiligen an den Eingängen der Friedhöfe stehen und für das Österreichische Schwarze Kreuz (ÖSK) um Spenden bitten.

Stefan Karner, Präsident des Österreichischen Schwarzen Kreuzes, betont besonders vor Allerheiligen, dass gerade Kriegsgräber den Menschen aus allen Generationen deutlich machen, wie zerbrechlich der Friede ist. Daher gehören gerade Kriegsgräberstätten zu den wenigen Orten, an denen Geschichte und deren Konsequenzen sichtbar werden.
Das Österreichische Schwarze Kreuz pflegt ehrenamtlich viele Kriegsgräber im In- und Ausland. Das BMI unterstützt diese Arbeit in Österreich im Rahmen der mittelbaren Bundesverwaltung.
Die Bewahrung der Erinnerung aber auch die Weiterentwicklung der internationalen Zusammenarbeit in Europa mit jenen Institutionen, die für die Kriegsgräberfürsorge verantwortlich zeichnen, das steht ebenso im Mittelpunkt, wie die Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit bei der zeithistorischen Kontextualisierung von Kriegsgräberanlagen mit dem dafür zuständigen Innenministerium. Damit wird die operative Zusammenarbeit der Republik mit dem Österreichischen Schwarzen Kreuz bei der Pflege von Kriegsgräberanlagen als langjährige Partnerschaft auch zukunftsfit gestaltet werden.
Das ÖSK wird hinkünftig neben der Pflege und den Erhalt der Kriegsgräberanlagen, seine Jugend- und Informationsarbeit verstärken, den Kriegsopferbegriff auf die zivilen Opfer von Gewalt in Kriegen und totalitären Systemen ausweiten und international stärker mit den Nachbarstaaten kooperieren, so formuliert vor der Spendensammlung Generalsekretär Rapatz die Zielsetzung des ÖSK.
„Die Erinnerung an die Schrecken von Krieg und Gewalt darf nicht verblassen. Deshalb ist es unsere gemeinsame Verantwortung, Gedenken lebendig zu halten. Die vertrauensvolle Partnerschaft zwischen dem Innenministerium und dem Österreichischen Schwarzen Kreuz schafft dafür eine starke Grundlage – heute und in Zukunft“, sagte Innenminister Gerhard Karner im Juni bei der Kuratoriumssitzung des ÖSK im Festsaal des Innenministeriums in der Herrengasse.
Das ÖSK wurde als Verein nach dem Vereinsgesetz nach dem Friedensvertrag von Saint Germain 1919 gegründet, ist überparteilich und überkonfessionell und verfolgt gemeinnützige Zielsetzungen. Und es hat in dieser Zeit unendlich viel Gutes getan und entscheidend dazu beigetragen, dass für die in den beiden Weltkriegen Gefallenen, würdige Begräbnisstätten geschaffen – und diese über ein Jahrhundert bis heute erhalten wurden.
Aufbringen finanzieller Mittel
Die Instandsetzung und Pflege von mehr als 1.000 Kriegsgräberanlagen in Österreich mit Soldaten aller Nationen, Bombenopfer, Flüchtlingen und KZ-Opfern und die Obsorge der mehr als 250 Kriegsgräber Anlagen von österreichischen Soldaten im Ausland, liegt in der Verantwortung des ÖSK.
Dies verlangt nicht nur ein Engagement unserer freiwilligen Helferinnen und Helfer, sondern auch einen hohen Aufwand von finanziellen Mitteln. Diese werden zum Großteil bei den Sammlungen auf Friedhöfen zu Allerheiligen durch freiwillige Sammler aus den Bereichen ÖKB, Bundesheer, Vereine, Schüler u.a. erbracht. Zusätzliche Förderungen gibt es von Seiten des Bundes, der Länder und der Gemeinden.
In diesem Zusammenhang ist es mir als Generalsekretär ein besonderes Anliegen, den zahlreichen freiwilligen Sammlern, den Obfrauen u. Obmännern, den Bürgermeisterinnen u. Bürgermeistern, den Gemeindebediensteten, den Bundesheerangehörigen, den Mitgliedern des Kameradschaftsbundes und der Bürgergarden, dem Kriegsopferverband, dem Seniorenbund, den Pfarren, den Mitgliedern der Feuerwehren sowie den Musikkapellen, den Traditionsverbänden, den Schülerinnen und Schülern und den Spendern, die diese Arbeit für den Frieden ermöglichen, Dank auszusprechen.
Sie ALLE arbeiten für eine Völkerverständigung und Erinnerung an die Opfer von Gewalt, Terror, Angst und Verfolgung – unabhängig der Nationalität und der Religionszugehörigkeit und ermöglichen durch ihr Sammeln dem ÖSK die finanzielle Basis.
Grabsteine und Kriegsgräber erzählen immer auch Geschichte von Trauer, Einzelschicksalen und Ungewissheit, aber sie geben auch Trost und sind gleichzeitig Mahnung im Sinne von „nie wieder“!
Wir danken schon jetzt für Ihre Spende, die auch über folgendes Konto möglich ist: IBAN AT093200 000002019073