ÖSTERREICHISCHES SCHWARZES KREUZ -
KRIEGSGRÄBERFÜRSORGE

VERSÖHNUNG ÜBER DEN GRÄBERN

Deutsch-österreichische Zusammenarbeit bei der Pflege von Kriegs- und Opfergräbern

Am 6. August 2026 wurde auf Einladung des Bundesministeriums für Inneres und unter Teilnahme des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Österreich, Vito Cecere, ein von der deutschen Bundeswehr durchgeführter Pflegeeinsatz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. mit einer Kranzniederlegung feierlich abgeschlossen.

Bei der Kranzniederlegung – von links: LGF-Stv. Wien Gerhard Fleischmann, ÖSK-Vizepräsident Friedrich Ehn, Stephan Mlczoch (Abteilungsleiter im Innenministerium für Kriegs- und Opfergräberfürsorge), Vertreter der Polizei, Botschafter Vito Cecere, Militärattaché Frank de Wale und Rolf Lewerenz (Reservistenkameradschaft Wingst) (Alle Bilder: Tobias Bosina, BMI)

Die Gedenkveranstaltung fand auf der Kriegsgräberanlage Gruppe 97 am Wiener Zentralfriedhof statt, die im vergangenen Jahr vom Volksbund an die Republik Österreich zurückgegeben wurde. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Veranstaltung auch zweier Opfer der NS-Militärjustiz gedacht, deren kürzlich aufgefundene sterbliche Überreste am Vortag im kleinen Kreis auf der Anlage bestattet wurden.

Stephan Mlczoch (BMI) bei der Begrüßung

Nach einer Begrüßung durch Stephan Mlczoch, den für die Kriegs- und Opfergräberfürsorge zuständigen Abteilungsleiter im Innenministerium, hielt Oberstabsfeldwebel Rolf Lewerenz seitens der Reservistenkameradschaft Wingst (Landkreis Cuxhaven, Deutschland) die Gedenkansprache. Unter seiner Kommandoführung wurden im Rahmen eines 14-tägigen Pflegeeinsatzes insbesondere Sanierungsarbeiten an der Grabinfrastruktur durchgeführt und die Lesbarkeit etlicher Grabinschriften verbessert.
Das ÖSK war bei der Veranstaltung durch Vizepräsident Friedrich Ehn und den LGF-Stv. von Wien Gerhard Fleischmann vertreten.

Rolf Lewerenz hielt die Gedenkansprache.


Erstmals mit dabei waren auch acht Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren aus dem Landkreis Cuxhaven, die den Einsatz im Rahmen eines Pilotprojekts eine Woche unterstützten. Die Jugendlichen leisteten einen aktiven Beitrag auf der Kriegsgräberanlage und erhielten dabei Einblick in die Geschichte.
Das Bundesministerium für Inneres unterstützte die Aktivitäten inhaltlich sowie organisatorisch und lud zu einem internationalen Austausch in die historischen Räumlichkeiten des Innenministeriums sowie zu einer Führung durch den Zentralfriedhof und das Bestattungsmuseum ein.