ÖSTERREICHISCHES SCHWARZES KREUZ -
KRIEGSGRÄBERFÜRSORGE

VERSÖHNUNG ÜBER DEN GRÄBERN

Kriegsgräber

Kriegsgräber im Ausland - betreut durch das Schwarze Kreuz

Im Ausland bemüht sich das ÖSK um die würdige Erhaltung und Pflege von Soldatenfriedhöfen von Angehörigen der k.u.k. Armee und der einschlägigen historischen Anlagen, sofern diese noch vorhanden sind. In diesem Sinne ist das ÖSK seit Jahrzehnten in Slowenien und Kroatien sowie im nördlichen Italien aktiv tätig, sei es am Isonzo, sei es im Kanaltal oder weiter westlich bis in den Raum des heutigen Südtirols. Insbesondere seit der sogenannten Ostöffnung arbeitet das ÖSK verstärkt im heutigen Polen, der Ukraine (dem seinerzeitigen Galizien), in Ungarn, in Rumänien und in Russland. Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ruht derzeit die Gedenkarbeit in Russland und der Ukraine und betreut so mehr als 250 Kriegsgräberanlagen.

Im Folgenden ein grafischer Überblick über die Anlagen im Ausland (zum Vergrößern auf die jeweilige Grafik klicken).

Kriegsgräberfürsorge im In- und Ausland

„Arbeit für den Frieden“ heißt der Leidspruch des Österreichischen Schwarzen Kreuzes (ÖSK). Das ÖSK mit seinem Sitz in Wien erstreckt seine Tätigkeit sowohl auf das In- als auch auf das Ausland. Zum treuen und immerwährenden Gedenken erinnert es durch seine Aktivitäten sichtbar und mahnend an die Kriegstoten. Es versucht dadurch, in Erfüllung des Vermächtnisses dieser Toten, zur Erhaltung und Festigung des Friedens beizutragen.

Der Erste Weltkrieg, diese „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts und seine humanitären Folgen waren Auslöser für die Gründung des Österreichische Schwarzen Kreuzes im Jahre 1919, einer der ältesten Nichtregierungsorganisationen (NGO) der Republik. Von Beginn an bestand seine Aufgabe in der Auffindung, Errichtung, Erhaltung und Pflege von Kriegsgräbern. Eine Aufgabe, die man im Einklang mit der Republik und dem Bundesministerium für Inneres durchführte. Denn im Staatsvertrag im Pariser Vorort St. Germain-en-Laye vom 10. September 1919 hatte sich Österreich verpflichtet, die Grabstätten der auf ihrem Gebiet beerdigten Heeres- und Marineangehörigen, der Zivilisten und Kriegsgefangenen kriegführender Staaten „mit Achtung zu behandeln und in Stand zu halten“.

In Österreich obliegt dem ÖSK daher die würdige Pflege von Soldatenfriedhöfen und sonstigen Kriegsgräberanlagen der Angehörigen aller Nationen und Glaubensbekenntnisse, der Gräber der Bombenopfer sowie der Opfer politischer und rassischer Verfolgung aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, sowie die Pflege und Erhaltung von Kriegsgräbern aus der Zeit vor oder aus dem Ersten Weltkrieg.

Im Ausland bemüht sich das ÖSK um die würdige Erhaltung und Pflege von Soldatenfriedhöfen von Angehörigen der k.u.k. Armee und der einschlägigen historischen Anlagen, sofern diese noch vorhanden sind. In diesem Sinne ist das ÖSK seit Jahrzehnten in Slowenien und Kroatien sowie im nördlichen Italien aktiv tätig, sei es am Isonzo, sei es im Kanaltal oder weiter westlich bis in den Raum des heutigen Südtirols. Insbesondere seit der sogenannten Ostöffnung arbeitet das ÖSK verstärkt im heutigen Polen, der Ukraine (dem seinerzeitigen Galizien), in Ungarn, in Rumänien und in Russland. Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ruht derzeit die Gedenkarbeit in Russland und der Ukraine und betreut so mehr als 250 Kriegsgräberanlagen.

Beim Anblick der Kriegsgräber wird den Menschen aus allen Generationen deutlich, wie zerbrechlich der Friede ist. Kriegsgräberstätten gehören zu den wenigen Orten, an denen Geschichte sichtbar wird. Angesichts der Opfer der Vergangenheit muss das Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung für den Frieden gerade an die jüngere Generation weitergegeben werden. Daher ist Kriegsgräberfürsorge ein Instrument zum Überwinden der Gräben von einst. Denn die zahlreichen Gräber und Gedenkstätten erinnern uns an diese grausame Zeit und die Beschäftigung damit bleibt ein wichtiges Element unserer politischen Kultur. Für uns als Schwarzes Kreuz ist die Pflege und der Erhalt der Kriegsgräberstätten auch als Friedensdienst und Friedensbotschaft zu verstehen und wird als eine Möglichkeit gesehen, friedensorientierte Gesten zu setzen und einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten.