ÖSTERREICHISCHES SCHWARZES KREUZ -
KRIEGSGRÄBERFÜRSORGE

VERSÖHNUNG ÜBER DEN GRÄBERN

Püttlinger Reservistenkameradschaft auf Auslandseinsatz für das OÖSK

Der Soldatenfriedhof in Levico im Trentino/Italien ist letzte Ruhestätte für 1.148 Gefallene des Ersten Weltkrieges, deren Namen auf 319 Porphyr-Grabsteinen verewigt sind. Die Anlage liegt im Betreuungsbereich der Landesgeschäftsstelle Oberösterreich des ÖSK.

Der Soldatenfriedhof Levico vor den Sanierungsarbeiten

Fünf Kameraden der Reservistenkameradschaft Püttlingen, unter Führung ihres Vorsitzenden Hauptfeldwebel d. R. Bernd Längler, machten sich frühmorgens des 13. August 2026 auf Bitten von Brigadier i. R. Dr. Johannes Kainzbauer auf den Weg, um den Soldatenfriedhof in Levico zu überarbeiten. Nach einer gründlichen Reinigung der Kreuze stand die maximale Witterungsbeständigkeit und Dauerhaftigkeit der stark verwitterten Inschriften auf den Grabzeichen im Vordergrund. Aus diesem Grund hat man sich dazu entschieden, die Inschriften nicht mittels Eddingstiftes nachzuziehen, sondern mit einer Schriftfarbe, wie sie auch von Steinmetzen verwendet wird. Mit enormem Zeitaufwand wurden alle Beschriftungen mit einem kleinen Pinsel und Farbe akribisch nachgezogen. Nach genau einer Woche täglicher, neunstündiger Maler- und Imprägnierarbeiten erstrahlen die Kreuze nunmehr in neuem Glanz.

Die Püttlinger Reservisten bei der Arbeit
Not macht erfinderisch – Horst Längler beim Nachziehen der Inschriften
Bei seinem Kurzbesuches legte auch LGF Johannes Kainzbauer Hand an.
Vor und …
… nach der Arbeit
Der Soldatenfriedhof Levico in neuem Glanz

Ein erfolgreiches Gedenken und die Pflege von Erinnerungsstätten leben vom persönlichen Einsatz vor Ort. Dass die Unterbringung und Betreuung der Reservisten in Levico so reibungslos und kameradschaftlich funktionierte, ist in erster Linie dem herausragenden Engagement des Sonderbeauftragten des OÖSK für die Autonome Provinz Trient, Kamerad Matteo Valentinotti, zu verdanken. In Kooperation mit der Gemeindeverwaltung von Levico organisierte er eine frisch renovierte Schule als hervorragende und zweckmäßige Unterkunft. Auf seine Initiative hin übernahmen die Kameraden der Alpini aus Selva, Barco und Levico gemeinsam mit dem Rentnerverein und den örtlichen Carabinieri die herzliche Bewirtung der Reservisten. Ein besonderer Dank gilt auch seinem Vater Paolo, der nicht nur tatkräftig anpackte, sondern auch wesentliche Teile der Organisatin übernahm, seinem Bruder Marco für die Mithilfe bei der Bewirtung und seiner Mutter Martha, welche die Kameraden jeden Nachmittag mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee verwöhnte.

Zu Gast bei den Alpini in Levico, v. li.: Jürgen Hemmer, Herbert Spisländer, Horst Längler, Bernd Längler, Paolo Valentinotti, Gruppenleiter Alpini Levico Aldo Tosi, Claudio Fedele von den Alpini Levico, Stefan Brust, Gemeinderat Paolo Zon und Bgm. Gianni Beretta der Gemeinde Levico sowie der Pfarrer von Levico Don Giorgio Cavagna
Eingeladen bei den Carabinieri, v. li.: Horst Längler, Bernd Längler, Gruppenleiter Aldo Tosi, Jürgen Hemmer (sitzend), Paolo Valentinotti, Stefan Brust (sitzend), Matteo Valentinotti, Gemeinderat Paolo Zon, der Präsident der Carabinieri Levico Dario Sinapi

Das Österreichische Schwarze Kreuz bedankt sich von ganzem Herzen bei den Reservisten, der Gemeinde sowie bei Matteo Valentinotti mit Familie und den treuen Kameraden der örtlichen Verbände für diese gelebte Kameradschaft und die großartige Unterstützung unserer Arbeit.