Zeitraum von 14. bis 18. Juni 2026 erfolgte ein umfangreicher Arbeitseinsatz durch vier Kameraden der Reservistenkameradschaft Püttlingen unter Führung ihres Vorsitzenden Hauptfeldwebel d. R. Bernd Längler. Am Plan stand die Generalsanierung des Soldatenfriedhofes St. Florian bei Helpfau-Uttendorf. Sieben Stunden Fahrzeit mit rund 600 km Wegstrecke hielten die Reservisten nicht davon ab, sich gleich nach Bezug der Unterkunft im Gasthof Steinerwirt in Revier Heimhausen, wo sie von ÖSK-Bezirksobmann und KB-Obmann von Geretsberg, Ferdinand Scharinger, in Empfang genommen wurden, auf den Weg zum Friedhof zu machen, um die Granitsockel der Kreuze mit einer Lösung einzusprühen, damit sich Algen und Grünbelag lösen.

Am Montag in der Früh ging es dann schlussendlich zur Sache. Zunächst wurde die Strom- und Wasserversorgung hergestellt. Ersteres war recht einfach, da in der Kirche ein entsprechender Stromanschluss vorhanden ist. Die Wasserversorgung und weiteres benötigtes Material und Geräte stellte freundlicherweise der Nachbar spontan und unentgeltlich zur Verfügung. Nachdem die Infrastruktur hergestellt war, begannen die Kameraden mit dem Reinigen bzw. Entrosten der insgesamt 113 schmiedeeisernen Kreuze mittels Winkelschleifer und Topfbürstenaufsätzen. Nachdem die Entrostung abgeschlossen war, wurden alle Kreuze samt der Granitsockel mit einem Kärcher gesäubert. Im Anschluss daran die Eisenkreuze mit einer neuen Lackschicht versehen und zu guter Letzt wurden die Granitsockel mit einer Steinimprägnierung versiegelt, um sie vor einem erneuten vorzeitigen Befall mit Grünbelag zu schützen. Zusätzlich wurden noch zwei Gedenksteine gereinigt und das Holzgestell der Infotafel mit einem neuen Anstrich versehen. Trotz des immensen Arbeitsumfanges konnte die Generalsanierung des Soldatenfriedhofes in Helpfau-Uttendorf bereits am Dienstagnachmittag abgeschlossen werden.




Die gereinigte Gedenksäule
Eine besondere Ehre für die Püttlinger war der Besuch von Bürgermeister Johannes Manglberger, der ihnen am Dienstagnachmittag mit einer kühlen Überraschung einen Besuch abstattete.
Und es wären nicht „unsere“ Püttlinger, wenn sie daraufhin nicht kurzerhand beschlossen hätten, den verbleibenden Mittwoch dazu zu nutzen, um auch noch Arbeiten auf der Kriegsgräberanlage in Altheim durchzuführen.
In Altheim wurden alle 19 Kreuze nach dem gleichen Verfahren wie die in Helpfau-Uttendorf bearbeitet. Darüber hinaus wurden noch zwei Sitzbänke und ein hölzernes Hochkreuz abgeschliffen und mit einer neuen Holzschutzlasur versehen. Final hatte dann noch das Geländer am Eingang ebenfalls einen neuen Anstrich erhalten.







Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle Vorsitzendem Bernd Längler, seinem Bruder Horst, Stefan Brust und Herbert Spisländer für den erneut großartigen Einsatz auf Kriegsgräberanlagen in unserem Bundesland Oberösterreich. „Euer handwerkliches Geschick und eure fachliche Kompetenz wissen wir außerordentlich zu schätzen und hoffen, ihr kommt gerne wieder“, so Kainzbauer.
Besonders bedanken darf sich die Landesgeschäftsstelle Oberösterreich des ÖSK an dieser Stelle auch bei Ferdinand Scharinger für diverse Organisationen im Vorfeld, der Unterstützung der Kameraden während des gesamten Einsatzes und vor allem auch die Einladung zu einem gemütlichen und geselligen Abendessen auf seiner Terrasse mit weiteren Kameraden des KB Geretsberg.
Auch Bernhard Weinberger, Leiter des Bauhofes Altheim, gilt ein besonderer Dank für die hervorragende und überaus freundliche Unterstützung sowie die mitgebrachte kühle Erfrischung.