ÖSTERREICHISCHES SCHWARZES KREUZ -
KRIEGSGRÄBERFÜRSORGE

VERSÖHNUNG ÜBER DEN GRÄBERN

Landesstelle Burgenland bei Gedenkfeier in Ungarn

In Ungarn wird der so genannte Helden-Gedenktag am letzten Sonntag im Mai gefeiert, an dem an die Soldaten des Landes und all jene erinnert wird, die das größte Opfer im Dienst der Heimat gebracht haben. Nachdem ja das Burgenland bis 1921 Teil Ungarns war, werden alljährlich auch das ÖSK und der ÖKB, dieses Jahr erstmalig auch die VÖP (Vereinigung Österreichischer Peacekeeper), zur Zeremonie nach Szombathely eingeladen. Seit einigen Jahren nehmen auch die Nachkommen der ehemaligen Gegner aus Italien, konkret Alpini-Sektionen aus der Piave-Region, am Heldengedenken teil.

Unter den Teilnehmern: Italienische Alpini, österreichische Peacekeeper, ungarische Husaren (Bild: Wildberger)
Das Denkmal des k.u.k. Husarenregiments Nr.11 Ferdinand I., König von Bulgarien (Bild: Wildberger)

Zunächst lud die Stadtgemeinde zum Gedenken beim Denkmal des ehemaligen k.u.k. Husarenregiments Nr.11 in die ehemalige Kaserne dieses Kavallerieverbandes ein. Danach verlegten die Teilnehmer zum Denkmal des ehemaligen k.u.k. Infanterieregiments Nr.83, in dem 35 Prozent deutschsprachig waren, von denen die meisten aus dem heutigen Südburgenland stammten. Einziger Redner dort war LGF Wolfgang Wildberger. Dazu heißt es in einem ungarischen Internet-Beitrag des Territorialregiments Poppr83 u.a.: „In seiner Rede erinnerte der pensionierte Oberst Wolfgang Wildberger, dass das Gebiet des heutigen Burgenlands während des Ersten Weltkriegs noch zu Westungarn gehörte, sodass die dort lebenden Männer in denselben Einheiten wie ihre ungarischen Kameraden dienten. Er betonte die Rolle der letzten Kommandeure der Infanterieregimenter 83 und 106, Turba und Lehár, die ihre Soldaten am Ende des Krieges diszipliniert von der italienischen Front nach Hause führten und sie so vor der italienischen Kriegsgefangenschaft bewahrten.“

Die Einladung zum Gedenktag, li. das IR83-Denkmal, re.ob. das Abzeichen des Territorial-Heers, re.unt. das Abzeichen des Territorialbataillons Szombathely (Bild: Fülöp András)

Nach der Kranzniederlegung beim Denkmal erfolgte die Rückfahrt in die Husarenkaserne, wo die Reservisten der Territorialeinheit gewisse Gefechtstechniken demonstrierten. Danach wurde bei Speis und Trank die internationale Kameradschaft weiter gepflegt.

Beim 83er-Denkmal, v. li.: Oberleutnant Molnár, Regimentskommandant Oberst Zoltán Fekets, LGF Wildberger, ÖKB-Präsident Oberst Feldner, Peacekeeper-Standarte (Bild: E.Novák)

Hinweis: Am 4. Juli 2026 findet ab 11.00 Uhr beim Denkmal des k.u.k Infanterieregiments Nr.83 in der ehemaligen Kaserne des Traditionsträgers Jägerbataillon 19  in Pinkafeld der von der Landesstelle organisierte Traditionstag des IR83 statt, zu dem wiederum Abordnungen aus Ungarn und Italien erwartet werden. Die Veranstaltung ist öffentlich.