ÖSTERREICHISCHES SCHWARZES KREUZ -
KRIEGSGRÄBERFÜRSORGE

VERSÖHNUNG ÜBER DEN GRÄBERN

Das Beinhaus
Namenstafel

Auch in Genua wurden österr.-ung. Kriegsgefangene als Ersatz für die an der Front befindlichen Arbeitskräfte eingesetzt. Der schlechte Gesundheitszustand vieler Kriegsgefangener führte zu hohen Sterberaten, andere Faktoren waren mangelhafte Ernährung und Epidemien. Zwischen 1918 und 1919 fanden aufgrund der Spanischen Grippe mehr als tausend Kriegsgefangene in Genua den Tod. Sie wurden in Massengräbern zusammen mit anderen bürgerlichen und militärischen Opfern beigesetzt. 1931 wurden die Leichname von 1.128 österr.-ung. Kriegsgefangenen in 33 namenlose Kolumbarien eines Beinhauses verlegt. Abgesehen von einigen im Jahr 1987 von der Stadtverwaltung veranlassten Wartungsarbeiten glich das Beinhaus eher einer Ruine. 2011 wurde die Renovierung des österr.-ung. Beinhauses mit Unterstützung des Landesdenkmalamtes und der Stadtverwaltung in Angriff genommen. Es wurden auch die Marmortafeln, auf denen alle 1.128 verstorbenen Kriegsgefangenen eingraviert sind, saniert. Im Juni 2012 wurde dann das generalsanierte österr.-ung. Ossarium im Beisein des ÖSK-Präsidenten ÖkRat Peter Rieser und des LGF von OÖ Prof. Fritz Schuster eingeweiht.