Während des Ersten Weltkrieges wurden viele österr.-ung. Kriegsgefangene nach Süditalien bis Sizilien gebracht. Sie mussten in Firmen oder bei Bauern Zwangsarbeit leisten. Viele von ihnen fanden in Gefangenschaft fern der Heimat den Tod. Auch sie sollten nicht vergessen werden und haben es verdient, eine würdige letzte Ruhestätte zu haben oder zumindest auf einer Gedenktafel namentlich aufzuscheinen. Aus Archiven und staatlichen Unterlagen konnten viele Namen von verstorbenen österr.-ung. Kriegsgefangenen aus dem erwähnten Gebiet gefunden werden und Gedenktafeln mit eingravierten Namen der Opfer wurden angefertigt. Durch die Mitwirkung von italienischen staatlichen Stellen, Gemeinden und interessierten Privatpersonen konnten viele Schicksale geklärt und die betroffenen Opfer des Krieges dem Vergessen entrissen werden.
So wurde in der kalabrischen Stadt Cosenza eine Gedenktafel mit allen Namen der hier ruhenden 49 österr.-ung. Kriegsgefangenen angefertigt und im Stadtfriedhof neben einem der Haupteingänge, für alle deutlich sichtbar, angebracht. Die Gedenkstätte wird durch die Stadtverwaltung vorbildlich erhalten. Im romanisch-gotischen Stil erbauten Dom befindet sich auch das Grabmal des römisch-deutschen Königs und Königs von Sizilien Heinrich VII. aus dem Geschlecht der Staufer, der 1242 in Martirano verstorben war und von seinem Vater Kaiser Friedrich II. hier bestattet wurde.